Legasthenie wird in der Schule oft als Handicap empfunden: Kinder haben Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben und in der Rechtschreibung.
Das kann frustrierend sein – Texte werden nur langsam erfasst, schwierige Wörter unsicher gelesen.
Doch Legasthenie bedeutet nicht nur Einschränkung. Viele legasthene Kinder verfügen über starke kreative Fähigkeiten, eine lebhafte Fantasie und den Traum, große Dinge erreichen zu wollen.
Berühmte Legastheniker wie Albert Einstein, Charles Darwin oder Benjamin Franklin haben gezeigt, dass außergewöhnliche Leistungen trotz – oder gerade wegen – Legasthenie möglich sind.
Eigene Erfahrung
Auch in meiner Familie haben wir erfahren, dass Legasthenie nicht nur eine Teilleistungsschwäche, sondern auch mit besonderen Begabungen verbunden sein kann.
Meine Tochter etwa wurde in der Volksschule in Deutsch negativ beurteilt. Trotzdem kämpfte sie sich mit Fleiß, Kreativität und unkonventionellen Lernstrategien durch die Mittelschule, absolvierte eine Buchhändlerlehre und erfüllte sich schließlich ihren großen Traum: ein Studium.
Gerade ihre ungewöhnlichen Methoden, um das Lernen im Studium zu bewältigen, sind typisch für viele Legastheniker. Sie zeigen, dass andere Wege zum Ziel führen können – und dass Durchhaltevermögen und Kreativität oft entscheidend sind.
Meine Botschaft an Eltern
Wenn Ihr Kind mit Legasthenie zu kämpfen hat, möchte ich Ihnen Mut machen:
- Kinder können ihre Schwächen überwinden.
- Sie können ihre besonderen Stärken entfalten.
- Mit Unterstützung finden sie ihren eigenen Weg.
Eine individuelle Beratung und gezielte Förderung helfen Ihnen, den richtigen Weg einzuschlagen und passende Hilfsmittel einzusetzen. So kann Ihr Kind seine Ziele erreichen und seine Träume verwirklichen – auch wenn der Weg manchmal länger dauert.
Kostenfreie Webinare zu Lesen, Schreiben & Rechnen
Der Lernserver bietet praxisnahe Online-Fortbildungen
• Schriftspracherwerb im Kindergarten & in der Volksschule
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✅ Dauer: ca. 1 Stunde
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Motivation im Legasthenie-Training – der Schlüssel zum Erfolg
Kinder sind im Legasthenie-Training besonders erfolgreich, wenn sie motiviert sind.
Motivation bedeutet laut Rheinberg & Vollmeyer (2019), dass ein Mensch
- ein Ziel hat (Ausrichtung),
- aktiv wird (Aktivierung),
- bei der Sache bleibt und sich nicht ablenken lässt (Ausdauer)
- und sich anstrengt (Intensität).
Genau das passiert im guten Training:
Klare, erreichbare Ziele, die Kinder aktivieren und neugierig machen.
Durch abwechslungsreiche Übungen und Erfolgserlebnisse bleiben sie dran und entwickeln die nötige Ausdauer.
Und wenn sie merken, dass sich Anstrengung lohnt, wächst ihre Motivation von alleine.
So entsteht Schritt für Schritt mehr Sicherheit beim Lesen, Schreiben und Rechnen – und ein stolzes „Ich kann das!“.
Quelle: Rheinberg, F. & Vollmeyer, R. (2019): Motivation. Grundlagen, Modelle und Anwendungen. 6. Auflage, Springer.
Legasthenie ist keine Grenze!
Mutmachende Beispiele & individuelle Förderung in Linz
Viele Eltern sind verunsichert, wenn sie die Diagnose Legasthenie oder Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) für ihr Kind bekommen. Doch die gute Nachricht ist: Legasthenie ist kein Zeichen von mangelnder Intelligenz, sondern eine andere Art zu lernen und zu denken.
Ein wunderbarer Artikel hat bekannte Persönlichkeiten gesammelt, die Legasthenie hatten – und trotzdem (oder gerade deshalb!) Großes erreicht haben.
➡️ Bekannte Personen mit Legasthenie
Warum diese Beispiele wichtig sind
- Sie zeigen Kindern: „Du bist nicht allein.“
- Sie geben Eltern Mut: „Mein Kind hat eine Zukunft voller Möglichkeiten.“
- Sie machen deutlich: Legasthenie kann auch eine Stärke sein, wenn man die richtige Förderung wählt.
Prominente Legastheniker als Mutmacher
Der Artikel nennt beeindruckende Beispiele:
- Albert Einstein – er dachte in Bildern und revolutionierte die Physik.
- Agatha Christie – sie schrieb trotz Rechtschreibproblemen Weltliteratur.
- Tom Cruise – er nutzte Gedächtnistechniken und wurde ein internationaler Star.
- Jennifer Aniston – fand über visuelles Lernen zu Selbstvertrauen und Erfolg.
Diese Geschichten machen klar: Legasthenie ist kein Hindernis für ein erfülltes Leben.
Mein Ansatz bei Legasthenie Linz
In meiner Praxis geht es nicht nur darum, Fehler zu korrigieren, sondern das Selbstvertrauen der Kinder zu stärken.
Ich arbeite:
- mit individuellen Förderplänen,
- mit spielerischen Übungen,
- und mit dem Ziel, dass Kinder wieder Freude am Lesen und Schreiben finden.
Fazit: Legasthenie ist keine Sackgasse – sie ist ein Wegweiser, das Lernen neu zu denken. Mit der richtigen Unterstützung können Kinder ihre Stärken entdecken und ihr Potenzial voll entfalten.
➡️ Mehr Infos zur Förderung finden Sie hier: Legasthenie Linz
Ein Stolpern, ein Zögern, ein Buchstabensalat – all das sind Schritte auf dem Weg zum Lernen.
Legasthenie bedeutet nicht weniger Wert, sondern ein anderer Weg zum Ziel. Jeder Fortschritt – so klein er wirkt – ist ein Sieg.
Das Entscheidende: Mut ist immer größer als Zweifel.
Legasthenie und Handschrift – warum viele Kinder Probleme haben
Legasthenie betrifft nicht nur das Lesen und die Rechtschreibung, sondern häufig auch die Schreibmotorik. Viele Eltern kennen das Problem: Ihr Kind schreibt unleserlich, Buchstaben verschwimmen oder sind kaum zu entziffern.
Doch warum ist das so? Die Ursachen sind vielfältig.
Typische Ursachen für eine unleserliche Handschrift
1. Probleme mit der Feinmotorik
Viele Kinder mit Legasthenie haben Schwierigkeiten, kleine Bewegungen zu koordinieren. Das macht es schwer, Buchstaben gleichmäßig und sauber zu schreiben.
2. Optische Wahrnehmung
Buchstabenformen werden manchmal nicht korrekt erfasst oder nachgeahmt. Dadurch entstehen fehlerhafte oder ungenaue Buchstabenbilder.
3. Zeitdruck
Unter Zeitdruck wird die Schrift oft hastig und ungenau. Kinder konzentrieren sich dann mehr auf den Inhalt als auf die Form.
4. Konzentrationsprobleme
Wenn die Aufmerksamkeit nachlässt, leidet auch die Qualität der Schrift – Buchstaben werden kleiner, unsauberer oder ausgelassen.
Was Eltern wissen sollten
Eine unleserliche Handschrift bedeutet nicht, dass Ihr Kind faul ist oder sich keine Mühe gibt. Oft steckt eine Kombination aus motorischen, visuellen und kognitiven Faktoren dahinter.
Mit gezielten Übungen zur Feinmotorik, mit angepassten Schreibmethoden und durch das Abbauen von Druck lässt sich die Handschrift Schritt für Schritt verbessern.
Beratung & Unterstützung
Haben Sie Fragen zur Handschrift bei Legasthenie oder zur Förderung Ihres Kindes?
Ich berate Sie gerne individuell:
📞 Telefon/WhatsApp: 0677 6330 0071
✉️ E-Mail: [email protected]
Legasthenietraining oder Nachhilfe?
Viele Eltern fragen sich, ob Legasthenietraining und Nachhilfe dasselbe sind. Tatsächlich steht in beiden Fällen die Unterstützung von Kindern beim Lernen im Vordergrund steht. Jedoch unterscheiden sich die beiden Ansätze und Ziele grundlegend. Dieser Unterschied ist entscheidend, um die passende Unterstützung für Kinder mit Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten zu finden.
Nachhilfe
Nachhilfe zielt darauf ab, den Schulstoff zu vermitteln, Wissenslücken zu schließen, den aktuellen Unterrichtsstoff aufzuarbeiten oder die Vorbereitung auf anstehende Prüfungen zu unterstützen. Es handelt sich dabei meistens um eine kurzfristige Unterstützung in Fächern wie Deutsch, Mathematik oder Englisch. Wenn ein Kind z.B. Schwierigkeiten hat, deutsche Grammatikregeln zu verstehen oder einen Aufsatz zu verfassen, bietet Nachhilfe gezielte Unterstützung. Dabei geht es um das Üben von Regeln, das Verstehen von Zusammenhängen und die Verbesserung der schulischen Leistung.
Legasthenietraining
Es zielt darauf ab, die Ursachen von Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten zu behandeln, die häufig in grundlegenden Bereichen wie der Wahrnehmung, der Sprachverarbeitung und der Konzentration liegen. Im Gegensatz zur Nachhilfe, die auf den aktuellen Schulstoff abzielt, konzentriert sich das Training auf die Behandlung dieser grundlegenden Fähigkeiten. Im Rahmen des Trainings werden gezielt folgende Fähigkeiten gefördert:
• Wahrnehmung: Verbesserung der optischen, akustischen und räumlichen Wahrnehmung.
• Konzentration: Aufbau von Fokussierung und Ausdauer beim Lernen.
• Sprachverarbeitung: Automatisierung von Lese- und Schreibprozessen.
Das Ziel ist eine langfristige und nachhaltige Verbesserung, die auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes abgestimmt ist. Im Training lernen sie, dass ihre Schwierigkeiten nichts mit mangelnder Intelligenz zu tun haben. Mit Geduld, gezielten Übungen und individuell angepassten Methoden können sie ihre Herausforderungen meistern.
Im Folgenden werden die beiden Optionen "Legasthenietraining" und "Nachhilfe" miteinander verglichen.
Legasthenietraining vs. Nachhilfe: Ein Vergleich
Legasthenietraining
Fokus auf die Ursachen der Schwierigkeiten
Individuell auf die Bedürfnisse des Kindes angepasst
Langfristige Förderung grundlegender Fähigkeiten
Speziell für Kinder mit Lese- und Rechtschreibproblemen
Nachhilfe
Fokus auf den aktuellen Schulstoff
Inhaltlich am Lehrplan orientiert
Kurzfristige Vorbereitung auf Tests
Für Kinder mit allgemeinen Lernproblemen
Wie erkennen Sie, was Ihr Kind braucht?
Wenn Ihr Kind trotz viel Übens weiterhin Probleme beim Lesen und Schreiben hat oder sich Buchstaben und Wörter nur schwer merken kann, ist Legasthenietraining vermutlich die richtige Wahl. Wenn die Schwierigkeiten sich jedoch auf ein Schulfach beschränken, kann Nachhilfe eine sinnvolle Ergänzung darstellen.
Fazit: Ein Legasthenietraining ist keine Nachhilfe – und genau darin liegt seine Stärke. Es bietet Kindern mit Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten die Chance, grundlegende Fähigkeiten zu entwickeln, die sie langfristig stärken.
Wenn Sie Fragen haben oder unsicher sind, welche Unterstützung Ihr Kind benötigt, können Sie sich gerne an mich wenden. Wir finden gemeinsam den besten Weg für Ihr Kind.
Legasthenie: Wenn Symptome falsch gedeutet werden
Immer wieder kommen Eltern mit ihren Kindern zu mir, die bereits eine lange Vorgeschichte mit verschiedenen Therapeuten hinter sich haben.
Das Kind schreibt unkoordiniert → Diagnose: „Feinmotorikproblem“ → ab zur Ergotherapie.
Das Kind ist sehr unruhig beim Schreiben oder Lesen → Verdacht auf ADHS → ab zum Psychologen.
Doch egal, wie viele Fachstellen aufgesucht werden – die Rechtschreibfehler bleiben.
Legasthenie zeigt sich oft anders, als viele denken
Wenn ich den Eltern dann erkläre, dass eine krakelige, unkoordinierte Handschrift und motorische Unruhe beim Schreiben oder Lesen typische Symptome der Legasthenie sein können, sind sie überrascht.
Das wussten sie vorher nicht – und sie müssen es auch nicht wissen.
Aber ich frage mich oft: Warum ist das in der Lehrerausbildung kaum ein Thema?
Würden Lehrer die Symptome besser kennen, könnten viele Kinder und Eltern sich einen langen Leidensweg ersparen.
Mein Appell an Eltern und Pädagogen
Legasthenie ist mehr als „nur“ Schwierigkeiten bei Lesen und Rechtschreibung.
Sie kann sich auch in der Schreibmotorik zeigen.
Kinder können beim Lesen und Schreiben motorisch unruhig werden.
Falsch gedeutete Symptome führen oft zu jahrelangen Umwegen über verschiedene Therapien.
Darum ist es so wichtig, frühzeitig eine gezielte Austestung auf Legasthenie oder Dyskalkulie durchzuführen.
📞 Wenn Sie vermuten, dass Ihr Kind betroffen ist:
Kontaktieren Sie mich gerne telefonisch oder per WhatsApp unter 0677 6330 0071 oder per E-Mail an [email protected]
Psychologisches Gutachten
Pädagogische Testung statt langer Wartezeit
Viele Schulen verlangen ein psychologisches Gutachten zur Bestätigung einer Legasthenie, damit die Rechtschreibschwäche im Unterricht berücksichtigt werden kann.
Doch die Realität sieht so aus:
- Bei Psychologen betragen die Wartezeiten oft 6 Monate bis 1 Jahr.
- Eltern sind verzweifelt, Kinder gestresst.
- Erst wenn gar nichts mehr geht, landen sie bei mir – und sind erleichtert, dass sie innerhalb einer Woche einen Termin für eine pädagogische Legasthenie-Austestung bekommen.
Pädagogische Testung wird anerkannt
Meistens akzeptieren Schulen die pädagogische Testung mit standardisierten Verfahren.
Manchmal wird sie zumindest geduldet, weil die Wartezeiten bei psychologischen Fachstellen schlicht zu lange sind. Dabei wäre die Lösung so einfach!
Im Rundschreiben 2021 zum Umgang mit Legasthenie wird ausdrücklich betont:
👉 Aus Gründen der Chancengleichheit sollen Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten berücksichtigt werden – unabhängig davon, ob eine Legasthenie bereits von einem Psychologen bestätigt wurde oder nicht.
Psychologische vs. pädagogische Testung
- Der Gang zum Psychologen ist laut der Broschüre der Schulpsychologie erst der letzte Schritt, wenn pädagogische Fördermaßnahmen nicht greifen.
- In erster Linie ist Legasthenie bei Kindern, die „nur“ im Bereich Lesen und Rechtschreiben Schwierigkeiten haben, ein pädagogisches Problem.
- Ein Psychologe stellt zwar Diagnosen, bietet aber kein Legasthenietraining an.
- Kommt es zu Sekundärphänomenen wie Angststörungen oder körperlichen Beschwerden, ist selbstverständlich ärztliche oder psychologische Unterstützung wichtig.
Das Wichtigste für Eltern
Was zählt, ist nicht, ob eine Diagnose offiziell von einem Psychologen kommt oder pädagogisch erstellt wurde – sondern dass dem Kind schnell und unkompliziert geholfen wird.
Die schnellste und wirksamste Hilfe ist:
- eine pädagogische Testung mit Förderdiagnostik
- individuelles Einzeltraining bei einem ausgebildeten Legasthenietrainer
📞 Wenn Sie nicht monatelang warten wollen:
Rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir eine WhatsApp: 0677 6330 0071
E-Mail: [email protected]
TIPP-TRAINING als Legasthenieübung
Warum Tippen mehr ist als Schreiben am Computer
Beim Tippen am Computer arbeiten beide Gehirnhälften intensiv zusammen:
- Linke Gehirnhälfte → rechte Hand
- Rechte Gehirnhälfte → linke Hand
Beide Hände müssen unterschiedliche Tasten bedienen, und die Gehirnhälften koordinieren die Bewegungen. So entsteht eine enge Verbindung zwischen Motorik, Wahrnehmung und Sprache.
Gehirntraining beim Tippen
- Die linke Gehirnhälfte, zuständig für Sprache, wird beim Schreiben aktiviert.
- Gleichzeitig verarbeitet die rechte Gehirnhälfte den Text, den wir auf dem Bildschirm sehen (Raumwahrnehmung und optische Verarbeitung).
Tippen trainiert also nicht nur die Finger, sondern auch die Sprachverarbeitung, Konzentration und geistige Leistungsfähigkeit.
Mehr Konzentration durch Tippen
Beim Schreiben am Computer wechseln Kinder ständig zwischen verschiedenen Aufgaben:
- Gedanken formulieren
- Finger präzise bewegen
- den geschriebenen Text überprüfen
Dieses „Multitasking“ fördert die Konzentration und steigert die geistige Flexibilität.
Handschrift und Tippen – ein gutes Team
Natürlich ist das Schreiben mit der Hand weiterhin wichtig.
Aber: Schnelles, automatisiertes Tippen erleichtert es enorm, längere Texte zu verfassen – besonders für Kinder mit Legasthenie oder Rechtschreibschwäche, die beim handschriftlichen Schreiben oft zusätzlich durch die Motorik gebremst werden.
Mein Praxistipp
Nutzen Sie den kostenlosen Online-Tipptrainer: https://at4.typewriter.at
Dort können Kinder (und Erwachsene!) das 10-Finger-System üben – spielerisch, effektiv und kostenlos.
Die „Olfa“ oder wie man Rechtschreibfehler in den Griff bekommt.
Meine Methoden: Lernserver & Olfa-Analyse
In meinem Training nutze ich bewusst zwei Ansätze, die sich ideal ergänzen:
- den Lernserver, ein wissenschaftlich fundiertes Programm, das die Rechtschreibregeln Schritt für Schritt systematisch aufbaut
- die Oldenburger Fehleranalyse (Olfa) nach Prof. Dr. Thomé und Dr. Dorothe Thomé, die Rechtschreibfehler in frei geschriebenen Texten genau erfasst und systematisch auswertet
Warum die Olfa so wertvoll ist
Die Olfa geht einen anderen Weg als klassische Diktate:
- In frei geschriebenen Texten zeigt sich viel genauer, welche Wörter ein Kind wirklich falsch schreibt – im Gegensatz zu standardisierten Diktaten, die oft Wörter enthalten, die nicht zum Wortschatz der Schüler gehören.
- Mit der Olfa werden Fehler in 37 Fehlerkategorien und drei Entwicklungsgruppen erfasst.
- Zusätzlich gibt es Richtwerte, wie viele Fehler pro Klassenstufe in freien Texten noch als „normal“ gelten.
Für eine vollständige Analyse wird ein Text von etwa 350 Wörtern benötigt. Das ist nicht immer leicht, daher kombiniere ich mehrere kürzere Texte oder lasse die Kinder regelmäßig kleine Texte schreiben, bis die notwendige Wortzahl erreicht ist.
Wie ich mit der Olfa arbeite
Ich schätze die Olfa-Methode, weil sie das Problem an der Wurzel packt und eine gezielte Förderung ermöglicht:
- Wir konzentrieren uns jeweils nur auf eine Fehlerkategorie, damit das Kind schnelle Erfolge erlebt.
- Bei legasthenen Schülern beginnen wir oft mit Groß- und Kleinschreibung, da hier besonders viele Fehler auftreten.
- Der Schüler sieht direkt, wie viele Fehler er allein durch gezielte Überprüfung vermeiden könnte.
- Neue Texte werden speziell auf diese Kategorie hin kontrolliert, bevor sie abgegeben werden.
So erlebt das Kind, dass die Fehlerzahl Schritt für Schritt abnimmt – ein Erfolgserlebnis, das motiviert. Bei einigen Schülern führte genau dieser Ansatz sogar zu einer Verbesserung der Deutschnote.
Kombination mit dem Lernserver
Die Olfa zeigt mir präzise, wo die größten Baustellen liegen.
Mit dem Lernserver-Rechtschreibprogramm baue ich diese Bereiche systematisch auf. So verbinde ich die individuelle Fehleranalyse mit einem strukturierten Förderplan – das macht das Training besonders wirksam und individuell.
Praktische Unterstützung für Eltern & Trainer
Die Olfa-Auswertung erfordert ein bisschen Einarbeitung, geht danach aber recht schnell. Wer eine einfachere Variante nutzen möchte, kann die digitale Lösung Olfa Online verwenden, die von Prof. Dr. Günther und Dr. Dorothea Thomé entwickelt wurde.